Im Gästehaus


Der Raum in Rauch

Der Raum in Rauch! Da schmoren ihre Zungen an der Feuertonne!
Die Stiefel blieben neu für drei Wochen, dann gewaschen und
Zu mutig getrocknet – Wie lang war ich draußen?
Barfuß Holz geholt, gestapelt, die spitzen Schritte auf dem
Rückweg angehalten und – Wie lang stand ich dort,
Geschaut, gestaunt und flach geatmet?

Tür auf, Fenster auf.
Raus mit Rauch, auch mit Wärme und
Unter den Ahnenbildern und Gemälden der Großeltern,
Erste Landbesitzer, Pioniere, wickel ich die Decke enger.
Die erschöpften, müden: zufriedenen Gesichter schweigen laut von
Ihrer Ära, wurden gefordert und gesundet an vielen tausend
Wilden Hektar. Vor der Tür, da, dort eben!
Wir stehen mitten drin, das Geheimnis ist:
Keine Grenze ziehen.

Der Sommer bleibt erneut drei Wochen fort,
Ist spät, kommt nie, bleibt aus und ohne Scheite im Ofen
Starrt die Kälte nachts bis in die Knochen.
Zwei Stunden Schlaf, dann feuern für
Zwei weitere Stunden Schlaf und
Die Nächte sind lang.

Die Groschenromane der verzogenen Bewohner flackern
Seite für Seite an die Glut in weißer Asche.
Wer wen im Wilden Westen liebt und
Wie viel Schmerz ein Indianer spürt,
Ist für die Flammen noch gut genug.
Wer sollte es sonst lesen. Vielleicht ist es an mir,
Den Kram, das Zeug, den Plunder und Vergangenheit
Unter den Bambus zu bringen. Wahrscheinlich unangemessen.
Bestimmt nicht erwünscht – er hätte nach Zeitungen fragen können!

Die Hitze hat Ameisen im Gebälk geweckt.
Sie ziehen zu tausenden ihre schwarzen Wege über
Kreideweiße Wände und finden im Garten zu den alten Nestern.
Ich gebe Ihnen, so gewollt und so genehmigt,
Gift in Zucker mit auf Reisen. Kehrte nach und
Räumte auf, es war und ist nicht mehr ihr Haus.

Die Scheite sind aus.
Bald darauf meine Arbeit,
Ich nehme nichts.

Die Stiefel sind Handwerk genug, laufen noch einen Tag und
Den nächsten und den danach.
Ich schließe hinter mir und lasse dort,
Das wieder kalte Gästehaus.